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Krankheiten die einen   Musikliebhaber treffen können       

 

Währungslositis:,die chronische oder akute

Zustand, der dauerhaft oder nur passager bestehen kann, bei dem eine heftige Diskrepanz zwischen benötigter Währung und nicht vorhandenem Kontofüllungsgehalt vorhanden ist.

Die Krankheit tritt häufig in den ersten Wochen des Frühjahrs auf, da dies der Zeitpunkt für die meisten musikalischen Neuerscheinungen ist - als Folge der Arbeitsunwilligkeit der entsprechenden Musiker und Bands, im Sommer des Vorjahres eine gescheite Platte aufzunehmen und sie auch baldmöglichst zu veröffentlichen.

Deswegen erscheinen im Frühjahr all die Scheiben, die die Musiker im Herbst/Winter zurechtgeschustert haben, in rauhen und nahezu unüberschaubaren Mengen.

Symptome:

Ständiges auf und abgehen vor dem Plattenladen seines Vertrauens, gefolgt von hilflosem Kramen in den Hosentaschen.

Zittriges herumfuchteln beim Lesen der Neuerscheinungen und Kritiken in hochgelobten Fachzeitschriften ( Rolling Stone, Spex oder dem Soundhouse Mailoder Kataolg - ja es gibt ihn wieder - gerade frisch eingetroffen ! ! ! ).

Ständiges Loben und beweihräuchern diverser Tonträger bei Freunden und Bekannten, in der Hoffnung dass diese sich besagte Musike kaufen und der Absicht den Inhalt der beschworenen Scheibe, auf Tape oder CD brennen zu lassen.

Unbändiges Getriebensein, Plattenläden aufzusuchen und mit betteldem Blick den Verkäufer anzusehen ( den man am liebsten, unabhängig von seinen menschlichen Qualitäten, als Freund hätte ); inklusive Dauerokupation eines Platzes an der Hörtheke.

Mutwilliges Verkaufen eigener Musikalienschätze auf dem nächsten Flohmarkt. Abgabe der Scheiben an für geeignet erscheinende Person zu Dumpingpreisen - in der Erwartung, daß die kaufende Person einem ewig dankbar sein wird. Anschließend tritt ein heftiger Schüttelfrost ein, der von dem schleichenden Gedanken getragen wird, daß man doch alles zu billig verkauft hat; die Person doch nicht geignet war ( nachdem man sie glücklich davontraben sieht). Und ein triefend schlechtes Gewissen wenn man zu hause ist, da man die verkaufte Platte vor einem Monat noch zu den TopTen für die einsame Insel gezählt hatte.

Therapie:

Arbeiten und oder an was anderes denken ( z.B. an Sex ).

In der Fastenzeit ein musikalisches Zölibad einlegen.

Motorrad fahren.

Einen netten Platz in der Fußgängerzone suchen und seinen Hut aufstellen ( am besten in der unmittelbaren Nähe seines Lieblingsplattenladens).

Eine 2-monatige Vollnarkose bei einem Anästhesisten seines Vertrauens.

Zur Bank gehen und einen höheren Überziehungskredit ( oder eine Hypothek auf seine Plattensammlung ) unter Angabe eines Trauerfalles in der Familie beantragen.

Endlich mal wieder die alten Scheiben höhren oder wahlweise die Platten auflegen, die man aus unerfindlichen Gründen mal gekauft, aber noch immer nicht gehört hat ( ca. 40% des gesammten Bestandes ).

Eine Liste machen, sie zu den anderen legen und auf bessere Zeiten warten.

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